Internet aus – Einzelhandel an

Neue Wege für das Einkaufen in Dresden?

Der Onlinehandel macht in Dresden wie allerorts den lokalen Händlern den Absatz streitig. Dresdener Lokalpolitiker empfahlen deshalb, das Internet am Sonntag einfach abzuschalten. Damit solle der Schwerpunkt auf das Einkaufen in Dresden gelegt werden.

Antrag für Abschaltung des Internets zwecks Handelsförderung

Eigentlich sollte der FDP-Antrag über zwei verkaufsoffene Sonntage für lokale Händler vor Kurzem des Stadtteilparlament von Dresden-Neustadt beschäftigen. Es kam jedoch ganz anders, wie ausführlich in den lokalen Medien berichtet wurde. Von den Liberalen selbst war niemand bei der Sitzung anwesend. Die Vertreterin der “Partei” schlug stattdessen vor, den Antrag zu ändern. An zwei Sonntagen des Jahres 2020 soll das Internet abgeschaltet werden.
Der Blog “Neustadt-Geflüster” berichtet, im Antrag wurde das Wort “Verkaufsstelle” durch das Wort “Internet” ersetzt und die Wendung “öffnen dürfen” durch “abschalten”. Die Mehrheit der anwesenden Stadtbezirksräte beschloss diese Änderung. Neben der “Partei” stimmten Vertreter von Linken, Grünen und AfD dafür.

Klamauk oder sinnvolles Zeichen

Solch ein Beschluss rief natürlich entsprechende Medienaufmerksamkeit hervor. Die CDU bezeichnete den Vorgang als “Klamauk” und “realen Wahnsinn”. Auf Facebook teilte der Kreisverband Dresden der “Partei” jedoch mit, dass wegen der Initiative seiner Stadtbezirksrätin Charlotte Brock getan werde, was nötig sei. Die Bildzeitung interviewte Ulla Wacker als Lokalpolitikerin der Grünen. Diese berichtete, sie wolle deutlich machen, dass das Netz die größte Konkurrenz der Einzelhändler darstellt. Zwei verkaufsoffene Sonntage reichen nicht, um das reale Einkaufen in Dresden zu verbessern. Außerdem fand sie die Idee der Partei witzig.
Wurde der Dresdener Oberbürgermeister Dirk Hilpert bereits beauftragt, für den Stadtbezirksrat der Neustadt Möglichkeiten einzuräumen, an zwei Sonntagsterminen 2020 das Internet in Dresden-Neustadt von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr abzuschalten?

Stadtrat muss endgültig entscheiden

Die demokratischen Vorgänge funktionieren umfassender. Nach dem Stadtteilrat muss der Stadtrat entscheiden. Wie eine Rathaussprecherin gegenüber heise online sagte, gäbe es bis jetzt keine abschließende Entscheidung des Stadtbezirksrates der Neustadt und das Stadtrats. Jetzt muss die Beschlussempfehlung des Stadtbezirksrates an den Stadtrat entschieden werden. Das heißt also, der Stadtrat muss den geänderten Antrag annehmen. Ob der Vorschlag so umgesetzt wird, entscheidet letztendlich der Stadtrat. Ob sich jemand damit im Rathaus ernsthaft beschäftigt, sagte sie nicht. Der Abstimmungstermin steht auf dem 16. Juli 2020. Dann werden die Weichen für das Einkaufen in Dresden gestellt.

Dresden als Stadt der Einkaufsmöglichkeiten

Egal, wie die Sache ausgeht, Einkaufsmöglichkeiten in Dresden gibt es in großer Vielfalt. Die klassische Shoppingmeile für das Einkaufen in Dresden beginnt am Kugelhaus am Hauptbahnhof. Über die Prager Straße, den Altmarkt mit seiner Altmarkt-Galerie führt die Flaniermeile zur Wilsdruffer Straße. Wer das Einkaufen in Dresden vor historischer Szenerie mag, findet sein Geschäft im historischen Viertel um die Frauenkirche. Zahlreiche kleine Läden und Boutiquen weisen ein interessantes Warenangebot auf. Als der Ort für das gehobene Einkaufen in Dresden, gepaart mit kulinarischem Genuss, gilt das barocke Viertel der Elbseite von Dresden-Neustadt. Die Äußere Neustadt schließt sich ohne große Wege an. Sie ergänzt das Einkaufen in Dresden mit ihren Szeneläden.

Einkaufen in Dresden wird in vielen weiteren Stadtteilen zum Ereignis, z.B. am Blauen Wunder. Hier zählen Schiller- und Körnerplatz zu den Zentren. Allein am Schillerplatz erwarten 180 Geschäfte und Dienstleistungen ihre Kunden mit einem ausgewogenen Branchenmix. Am Körnerplatz haben dagegen Handwerk, Genuss, Kunst und Lebensart ihren Schwerpunkt. Der alte Dorfkern von Loschwitz, Villen und viel Grün laden an der Elbe zum Spaziergang nach dem Einkaufen in Dresden ein.