Geografie

Dresden ist die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Sachsen. Sie liegt an der Elbe, in der sogenannten Dresdner Elbtalweitung, zwischen dem Erzgebirge im Westen und der Lausitz im Osten. Südlich der Stadt befindet sich das Elbsandsteingebirge mit seinen teilweise markanten Gipfeln und Hochplateaus. Ausser der Elbe fliessen noch als linke Elbzuflüsse der Lockwitzbach und die Weißeritz und als rechter Zufluss die Pringnitz durch die Stadt.

Durchschnittlich liegt Dresden etwa 110 Meter über dem Meeresspiegel. Diese Tatsache, sowie die klimatisch günstige Lage zwischen den Mittelgebirgen, bescheren der Stadt und ihrer unmittelbaren Umgebung ein relativ mildes Klima mit einer Durschnittstemperatur von -0,7 Grad Celsius im Januar und 18 Grad Celsius im Juli. Dresden gehört somit zu einer der wärmsten Städte Deutschlands. An den Ufern der Elbe wird deshalb sogar Wein angebaut. Im vergleich zu den grossen Weinanbaugebieten jedoch in kleinen Stil. Ebenfalls wetterbestimmend ist auch die Lage Dresden zwischen dem relativ kühlen Erzgebirge und der wärmeren Lausitz. So kann es im Dresdner Stadtgebiet und in der östlich gelegenen Lausitz um fast 10 Grad wärmer sein, als auf den Hanglagen der Erzgebirgsausläufer.

Dresden besitzt auf seiner grossen Fläche einen Grünanteil von gut 60%. Dies bringt der Stadt den Ruf ein, eine der grünsten Städte Deutschlands zu sein. Die Dresdner Heide, ein fast 5.900 Hektar grosses Waldgebiet, liegt zu grossen Teilen im Stadtgebiet. Des Weiteren liegen viele Parkanlagen, Gärten und andere Biotope in diesem Bereich. Am Bekanntesten ist hierbei das Dresdner Elbtal. Diese Auenlandschaft zieht sich etwa 20 Kilometer beidseitig der Elbe durch die Stadt und beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten. Dieser weltweit seltene Umstand brachte dem Dresdner Elbtal sogar den Titel eines UNESCO-Weltkulturerbes ein. Aber auch andere Teile der Dresdner Naturlandschaft stehen unter Naturschutz und sind so vor Ausbeutung oder Zerstörung bewahrt geblieben.

Durch grosse Eingemeindungen ist Dresden der Fläche nach Viertgrösste Stadt der Bundesrepublik Deutschland. Nur Berlin, Hamburg und Köln besitzen mehr Fläche, haben aber doppelt (Köln), fast viermal (Hamburg), siebenmal (Berlin) so viele Einwohner als Dresden. Mit gut 507.000 Einwohnern auf einer Fläche von 328 Quadratkilometern ist Dresden somit sehr offen gebaut.

In vergangenen Jahrhunderten, besonders im 17. und im 18. Jahrhundert, war Dresden eine bedeutende Stadt. Da sie zum Einen Residenz der sächsischen Kurfürsten, später Könige, war, zum Anderen aber auch verkehrstechnisch sehr günstig liegt. Berlin liegt etwa 200 Kilometer nördlich, Prag in Tschechien etwa 150 Kilometer südlich, Leipzig etwa 100 Kilometer nordwestlich und Breslau(Wroclaw) in Polen ca. 230 Kilometer östlich. Deshalb war Dresden ein nicht unbedeutendes Handels. und Wirtschaftszentrum. Die durch diesen Reichtum der damaligen Oberschicht erbauten Gebäude aus der Barockzeit, welche nach den Zerstörungen durch die alliierten Luftangriffe im zweiten Weltkrieg zum Grossteil wieder aufgebaut oder restauriert wurden, brachten der Stadt den häufig gebrauchten Namen „Elbflorenz“ ein. Diese Bezeichnung wird durch die wunderbare Einbindung der Stadt in den dazugehörigen Naturraum unterstrichen.